Der Protest-verweigerer

Bei dir gibt es beim Thema Trinkgeld keine halben Sachen – und meistens bedeutet das: 0 Euro. Aber das tust du nicht aus böser Absicht oder Geiz, sondern aus tiefster politischer und prinzipieller Überzeugung. Für dich ist Trinkgeld ein Relikt aus alten Zeiten und eine Art „Steueroase“ im Alltag. Du bist der Meinung, dass Gastronomen ihre Angestellten von vornherein so fair und anständig bezahlen müssen, dass niemand auf das Gutdünken oder die „Almosen“ der Gäste angewiesen ist. Warum sollte man in der Gastro extra zahlen, während der Verkäufer im Supermarkt oder die Pflegekraft auch keinen Bonus auf die Hand bekommt? Du setzt ein klares Zeichen gegen ein System, das du für unfair hältst.

der pragmatische Sparer

Du achtest sehr genau auf dein Geld und hinterfragst die wachsende Trinkgeldkultur kritisch. Wenn du auswärts isst oder dir einen Kaffee holst, rechnest du nicht automatisch 10 % obendrauf. Meistens bleibt dein Geldbeutel zu, oder du rundest wirklich nur absolute Kleinstbeträge auf den nächsten vollen Euro auf, damit das Wechselgeld passt. Du findest, dass der Service durch den normalen Preis auf der Speisekarte bereits abgegolten sein sollte. Nur wenn die Leistung wirklich herausragend war oder du dich in einer Situation mal nicht dem sozialen Druck entziehen konntest, gibst du einen kleinen Obolus. Ansonsten gilt für dich: Sparsamkeit und Pragmatismus gehen vor sozialem Zwang.

Der exakte Rechner

Bei dir regiert im Restaurant die Logik. Du bist niemand, der kopflos mit Geld um sich wirft, aber du bist auch kein Unmensch. Du behältst einfach gerne die volle Kontrolle über deine Finanzen. Statt stur nach der 10-%-Regel zu gehen, bewertest du jede Situation individuell und gibst oft einen festen, überschaubaren Betrag, der dir angemessen erscheint (z. B. pauschal 2 oder 3 Euro). Wenn eine Rechnung extrem hoch ausfällt – wie bei einer teuren Flasche Wein –, siehst du es nicht ein, nur für das Entkorken Unmengen an Trinkgeld zu zahlen. Du gibst gerne eine Anerkennung für gute Arbeit, aber das Ganze muss in einem für dich vernünftigen, messbaren Rahmen bleiben.

Der Pflichtbewusste

Du bist der klassische, solide Restaurant-Gast in Deutschland. Die gesellschaftliche Norm der „10 % Trinkgeld“ ist fest in deinem Kopf verankert – und daran hältst du dich auch im Alltag. Wenn das Essen schmeckt und der Service freundlich und normal war, gibst du ohne zu zögern den Standard-Satz oder rundest großzügig auf den nächsten passenden Geldschein auf. Du möchtest auf keinen Fall als unhöflich gelten oder einen schlechten Eindruck hinterlassen. Allerdings ist dein Trinkgeld kein Freifahrtschein: Wenn der Service patzt oder die Bedienung unhöflich ist, kürzt du den Betrag auch mal ganz rigoros, denn für dich ist das Geld eine direkte Belohnung für eine fehlerfreie Pflichtlektüre.

Der gastro gönner

Für dich ist Trinkgeld kein Zwang, sondern eine absolute Herzensangelegenheit! Du weißt ganz genau, wie hart der Job in der Gastronomie ist – vielleicht, weil du selbst mal dort gearbeitet hast oder einfach eine große Portion Empathie besitzt. Du gibst eigentlich fast immer mindestens 10 %, sehr oft sogar deutlich mehr. Selbst wenn mal ein Glas umkippt oder das Essen etwas länger dauert, bleibst du großzügig, solange das Personal nett ist. Du liebst es, den Servicekräften den Tag zu verschönern und ihnen das Gefühl zu geben, dass ihre Arbeit geschätzt wird. Wenn das iPad im Hipster-Café dich nach Trinkgeld fragt, tippst du mit einem Lächeln auf die höchste Prozentzahl. Ein echter Traum für jeden Kellner!